Pilgerweg | Loccum - Volkenroda | Ein neuer Weg auf alten Spuren

[05] Fischbeck - Loccum

Rubrik:Alternativwege mit dem Rad
Länge:55,37 km

Tour auf der Karte anzeigen »

Informationen zur Tour

Das Kloster Loccum

Das Kloster Loccum

Der Pilgerweg Loccum-Volkenroda ist ein Fußpilgerweg.

Bitte beachten Sie: Die Wegqualität entspricht nicht immer den Standards eines ausgewiesenen Radweges und ist insbesondere bei schlechten Witterungsverhältnisse nicht gut.

Der Abschnitt über den Bückeberg ist momentan kaum zu befahren. Wir empfehlen das Fahrrad zu schieben oder eine Ausweichstrecke zu fahren.

Stand 21.03.2019


5. Etappe Fischbeck - Loccum

Wir folgen dem Weserradweg bis Hess. Oldendorf , verlassen dort das Wesertal und fahren über Segelhorst und Rohdental nach Rannenberg. Die Hänge des Wesergebirges erfordern einige Mühen. Ab Rannenberg sehen wir das Auetal mit der A2 vor uns liegen. Wir durchfahren es über Rehren nach Kathrinhagen.

Die dortige Katharinenkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie steht auf Mauerresten aus der Zeit der ersten Jahrtausendwende. Schon haben wir den sanften Anstieg zu den Bückebergen erreicht.

Wir folgen dem Hangweg und biegen auf die lange Gerade oberhalb von Obernkirchen ein. Es folgt eine lange rasante Abfahrt über Wendthagen und Krebshagen. Dann haben wir die Ebene und damit Stadthagen erreicht. Wir fahren auf der mittelalterlichen Stadtbefestigung östlich am alten Stadtkern vorbei.

Wer mag, kann den Marktplatz und die mittelalterlichen Häuser in der Innenstadt anschauen.

Der Weg führt nun über Nordsehl nach Pollhagen. In Pollhagen treffen wir auf den Mittellandkanal. Wir queren den Schaumburger Landwehrgraben östlich Wiedensahl, des Geburtsortes von Wilhelm Busch, und erinnern uns an die erste Etappe mit dem Mühlhäuser Landwehrgraben. Durch das Feuchtgebiet der Fulde wird das Ziel der Radpilgertour, das Kloster Loccum, erreicht.

Kloster Loccum

Im Jahr 1163 begannen in Loccum zwölf Zisterziensermönche aus Volkenroda mit dem Bau des Klosters. Das war die übliche, am Vorbild der zwölf Jünger Jesu orientierte Größe einer Gründungsgemeinschaft im Zisterzienserorden. Einige Zeit später lebten mindestens 24 Brüder im Loccumer Konvent, wie aus einer Verkaufsurkunde von 1199 hervorgeht. Wichtiges Kennzeichen der Zisterzienser war, das sie nicht von Abgaben der ihnen unterstellten Bauern leben wollten, sondern von ihrer eigenen Arbeit. Deswegen lebten in den zisterziensischen Konventen nicht nur Priestermönche, vielmehr gab es in jedem Kloster zumindest in der Anfangszeit eine große Anzahl von Laienbrüdern, deren Hauptaufgabe die Arbeit zur Erhaltung der Gemeinschaft war. So war es auch in Loccum, wo sie wie üblich im Westflügel des Klosters untergebracht waren. Loccum unterstand dem direkten Schutz des Reiches sowie des Papstes. Es führte den Titel eines Freien Reichsklosters. Das Kloster wird heute als evangelisches Predigerseminar genutzt. Die Wurzeln dazu reichen bis in die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Loccum ist auch Sitz der Evangelischen Akademie der Hannoverschen Landeskirche.

PDF-Ausdruck Informationen als PDF herunterladen (1,83 MB)

« zurück zur Übersicht »