Pilgerweg | Loccum - Volkenroda | Ein neuer Weg auf alten Spuren

[04] Amelungsborn - Fischbeck

Rubrik:Alternativwege mit dem Rad
Länge:49,89 km

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Informationen zur Tour

Wegmarkierung

Wegmarkierung

Der Pilgerweg Loccum-Volkenroda ist ein Fußpilgerweg.

Bitte beachten Sie: Die Wegqualität entspricht nicht immer den Standards eines ausgewiesenen Radweges und ist insbesondere bei schlechten Witterungsverhältnisse nicht gut.


4. Etappe Amelungsborn-Fischbeck

Wir verlassen Amelungsborn und fahren auf geschotterten Waldwegen entlang der südlichen Ausläufer des Voglers über den Ort Holenberg, queren die wunderschöne „Rühler Schweiz" und treffen in Rühle wieder auf die Weser. Wir folgen dem Fluss auf dem begleitenden Radweg und erreichen die Münchhausen-Stadt Bodenwerder mit der Klosterkirche Kemnade.

Kloster Kemnade

Von dem ehemaligen Kanonissenstift steht noch der romanische Kirchenbau mit einem verkürzten Langhaus. In der Kirche befindet sich eine Bodenplatte zur Erinnerung an die Grablege des Freiherrn von Münchhausen. Der in Bodenwerder geborene Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen stand im Dienste des Zaren und nahm an mehreren Kriegszügen teil. Ihm werden die darauf basierenden Geschichten des "Lügenbarons" zugeschrieben. Danach führte er auf dem ererbten Gut in Bodenwerder lange ein Leben als Landedelmann. Dorthin lud er regelmäßig Freunde ein, denen er seine fantastischen Geschichten zum Besten gab. Sie wurden - zuerst unautorisiert veröffentlicht - zur Weltliteratur. Sein Lebensende verlief jedoch tragisch. Seine zweite, noch sehr junge Frau, verprasste sein gesamtes Vermögen, so dass er einsam und verbittert starb.

Wir fahren weiter flussabwärts und passieren Hajen, sehen Grohnde mit dem Atomkraftwerk und den Ort Emmerthal und erreichen über Tündern die Stadt Hameln. Hameln ist die größte Stadt am Pilgerweg. Bekannt durch den Rattenfänger lohnt sich nicht nur deshalb ein Rundgang durch die Stadt. Beginnend im Süden am Münster gibt es in der Fußgängerzone einige ansehnliche Bauten aus der Zeit der Weserrenaissance zu bestaunen. Zügig geht es nun weiter über Wehrbergen zur Klosteranlage in Fischbeck.

Stift Fischbeck

Gegründet wurde das Kloster Fischbeck 955 durch die adlige Helmburgis, welche mit den Ekbertinern verwandt war. Das Grundstück, auf dem das Stift steht, wurde ihr von König Otto I. geschenkt, der das Stift als unabhängiges Kloster unter seinen Schutz stellte. 1147 schenkte Kaiser Konrad III. die Stifte Fischbeck und Kemnade der Benediktinerabtei Corvey. Fischbeck konnte aber mit Unterstützung Heinrichs des Löwen seine Unabhängigkeit bewahren. 1559 wurde im Kloster die Reformation eingeführt, das Kloster blieb aber ein adeliges Fräuleinstift, behielt seine alten Einrichtungen und berief sich weiter auf seine Reichsunmittelbarkeit.

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